10 Dinge auf die ich mich freue, wenn mein Freund mit den Kindern unterwegs ist

Dank meiner Kinder schätze ich sehr alltägliche Dinge

Sobald mein Freund am Wochenende mit den Kindern für ein paar Stunden die Wohnung verlässt, freue ich mich auf Dinge, die ich vor meiner Zeit als Mutter für selbstverständlich hielt.

Geht es euch vielleicht ähnlich? Hier sind meine Top 10 😉 wie sehen denn eure „am-liebsten-ungestört-Dinge“ aus?

1. ungestört putzen

Habt ihr schon einmal versucht, mit dem Wischmop in der Hand und einem 13 Kilo-Klotz am Bein eine Wohnung zu wischen? Oder gar zu staubsaugen, wenn ein Kind dauernd am Regler dreht, den An- und Ausschalter bedient während das andere mithelfen und einem das Staubsauger-Rohr aus der Hand reißt? Und wehe ich gebe ihr nicht den Staubsauger, dann ist der Hausfrieden nachhaltig gestört und das Geschrei übertönt den Lärmpegel des Staubsaugers.

2. in Ruhe kochen

Ich finde es wirklich anrührend, wenn meine große Mini-Philosophin mithelfen möchte und mitkochen möchte, aber wenn es mal schnell gehen soll, und das muss es dann leider doch recht oft, dann ist das quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Gemüseschneiden lasse ich sie noch nicht, das muss ich also schneiden und für sie eine andere Beschäftigung finden. In der Pfanne umrühren geht auch nur, wenn ich in der gesamten Zeit daneben stehen kann, damit vor lauter Enthusiasmus nicht der halbe Inhalt auf dem Herd oder noch schlimmer auf ihrer Hand landet. Oder aufpassen, dass sie nicht doch mal den Topf berührt.

3. alleine einkaufen

Ich glaube, das kennt jede Mutter eines dreijährigen Kindes: im Supermarkt an der Kasse zu stehen und das geliebte Kind verwandelt sich in ein lautschreiendes Monster, das ausgerechnet jetzt diese unsäglich zuckerhaltigen Dinge haben möchte, die es fast an jeder Supermarkt-Kasse gibt. Oder es weint auch einfach nur so. Prima ist es dann auch noch, wenn irgendein anderer Kunde einen vermutlich sehr nett gemeinten aber absolut unpassenden Kommentar von sich gibt. Meine damals ca. 16 Monate alte Tochter hatte einmal so einen Wein- und Brüllanfall. Wirklich jeder, von der Kassiererin bis zu allen weiteren Kunden, hatte eine passende Erklärung für das Verhalten meiner Tochter. „Sie hat bestimmt Hunger!“, „Sie möchte jetzt einfach nur mal ihren Willen durchsetzen und Sie müssen mal Grenzen setzen!“, „Ich glaube sie möchte mich anschauen!“, … . Die Lösung war so einfach wie zutreffend: sobald wir den Laden verließen, schlief sie vor lauter Müdigkeit ein.

4. ganz laut meine Lieblingsmusik hören und laut mitsingen (am besten in Kombination mit den ersten beiden Punkten 😉 )

Da wir unserer großen Mini-Philosophin beibringen möchten, dass sie nicht so laut schreien muss, wenn wir direkt neben ihr sind, erscheint es mir eher kontraproduktiv wenn ich stundenlang sehr laut Musik höre  😉

5. schlafen, schlafen, schlafen 😉 am besten, wenn sie längere Zeit unterwegs sind

Braucht dies noch einer weiteren Eklärung?? Seit nun fast 3,5 Jahren gab es keine 6 Stunden, die ich mal an einem Stück ohne Unterbrechung geschlafen habe…

6. in Ruhe duschen

Ja, das ist eines der Mysterien des Mutterseins. Mit Geburt deines Kindes verlierst du jegliches Recht auf deine Intimsphäre! Selbst mit einem kleinen Säugling kommt es vor, dass du dieses mit ins Badezimmer nimmst. Sei es, weil es gerade in der Trage eingeschlafen ist und du dringend auf Toilette musst oder es in diesem Moment ganz herzzerreißend weint, weil es gerade unbedingt gestillt werden will. Aber auch meine große Mini-Philosophin will immer noch oft mit ins Badezimmer, wenn Mama gerade mal für sich sein möchte. Ich hätte mir das vor der Geburt meiner Kinder niemals so vorgestellt. Und eine 15 minütige Dusche ganz für mich ohne dass ich auf ein Babyphone schiele oder die dreijährige ins Bafezimmer stürmt, weil sie mir ganz unbedingt zeigen möchte, dass sie gerade eine Katze ist, fühlt sich fast so gut an, wie ein Wellness-Wochenende.

7. Wäsche waschen, aufhängen und abhängen

Zum Glück haben wir eine Waschmaschine mit Kindersicherung, sonst hätte ich entweder nur noch nachts waschen dürfen oder jede Wäsche mindestens viermal beginnen müssen. Dennoch gibt es beim Waschen mit Kindern die ein oder andere Hürde zu überwinden. So haben die lieben Kleinen ihre eigenen Vorstellungen davon, was in die Waschmaschine kommt. Einen Kochlöffel z.b. oder Bauklötze. Und beim Auf- oder Abhängen prüfen meine zwei Minis ständig meine Reaktionsgeschwindigkeit wenn sie probieren wer am schnellsten den Wäscheständer umwirft beim Versuch am schnellsten denselbigen hinaufzuklettern.

8. ungestört Yoga machen

Eines meiner Highlights ist das ungestörte Praktizieren einer bis drei Yogafiguren. Ganz für mich, ohne dass ein Kind auf meinem Rücken rumturnt oder meint, Mama mache nur einen Kopfstand, damit meine kleine Mini-Philosophin besser an Mamas Brust kommt.

9. ein Stunden-Telefonat mit einer Freundin führen

Ein weiteres egoistisches kleinen Highligh ist ein Stundentelefonat mit einer Freundin, ohne dass genau bei den spannenden Stellen ein Kind brüllend hereingestürmt kommt um mir mitzuteilen, dass die kleine Schwester gerade wieder die Eisenbahnstrecke zerstört hat oder ohne dass gerade geprüft wird, ob sich die Ohren der Katze tatsächlich nicht abreißen lassen.

10. in Ruhe essen

Auch das mit dem Essen ist so eine Sache, die ich seit ich Mutter bin, ganz anders betrachte. Wie oft habe ich ein Kind auf dem Schoß beim Essen!? Und falls nicht, muss ich doch entweder meine kleine Mini-Philsophin füttern oder der großen Mini-Philsophin etwas kleinschneiden! Oder aber zum zigsten Male erklären, dass die Bank kein Klettergerüst oder die Wand kein Handtuch ist!

Fazit

Es ist nun wahrlich nicht so, dass mein Seelenfrieden im Putzen oder Kochen liegt aber wie ihr seht, dank meiner Kinder freue ich mich wieder auf ganz normale Alltagsdinge, die ich früher fast nebenbei gemacht habe und nicht wirklich wertgeschätzt habe. Oder mit den Worten Wilhelm Buschs:

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,
Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.

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